Vorschriften für Aufzüge nicht umfassend bekannt

Der Betrieb von Aufzuganlagen ist eine Wissenschaft für sich: Eine Vielzahl an Vorschriften und technischen Regelwerken auf EU- und Bundesebene bilden den gesetzlichen Rahmen – für viele Betreiber ist das kaum überschaubar. So ergab eine Umfrage von Hundt Consult unter 60 Betreibern von Aufzügen und Fahrtreppen in Wohn-, Einzelhandels- und Büroimmobilien sowie in Hotels im gesamten Bundesgebiet, dass die Vorschriften, Regelungen und Verordnungen zum Aufzugbetrieb rund 75 Prozent der Befragten nicht in vollem Umfang bekannt sind. Nur zehn Prozent sind sich sicher, dass sie alle Vorgaben einhalten.

Betreiber von Aufzügen schlecht über aktuelle Änderungen der Vorgaben informiert

Dass die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) derzeit überarbeitet wird, war für rund 57 Prozent der Befragten komplett neu. Welche Änderungen aus dem aktuellen Entwurf der überarbeiteten BetrSichV resultieren, wusste nach eigenen Angaben sogar nur einer der Befragten. Dabei haben die Betreiber eine besondere Sorgfaltspflicht, da die Benutzung der Aufzüge die Sicherheit und den Gesundheitszustand Dritter berührt. Hält man sich vor Augen, dass nur jeder zweite Aufzug in Deutschland mängelfrei ist, wird einmal mehr deutlich, wie essentiell es ist, die Betreiberpflichten ernst zu nehmen.

Da die Befragten laut Umfrage grundsätzlich großes Vertrauen in die Aufzugsfirmen und Behörden haben, ist es wenig überraschend, dass auch die Informationen über geänderte Anforderungen an den Betrieb von Aufzügen überwiegend von den Wartungsnehmern und Überwachungsstellen bezogen werden.

Umfassende Kenntnisse über Betriebsvorschriften für Aufzüge sichern Betreiber ab

Für die befragten Betreiber von Aufzügen und Fahrtreppen ist es wichtig, sich stetig durch eigene Recherchen über Neuerungen im Regelwerk zu informieren. Dies ist anspruchsvoll, da es sich der Bundesgerichtshof (BGH) vorbehält, den Inhalt von Verkehrssicherungspflichten im Rahmen aktueller Rechtsprechung kontinuierlich durch technische Regelungen und Unfallverhütungsvorschriften zu konkretisieren. Je besser der Betreiber informiert ist, desto geringer ist die Gefahr, im Falle des Schadens einer Person im Aufzug der schuldhaften Verletzung der Verkehrssicherungspflicht bezichtigt zu werden. Durch umfassende Kenntnisse der Regelungen ist zudem eine transparente Zusammenarbeit zwischen Betreibern und Wartungsfirmen möglich, die nicht zuletzt im Sinne des Benutzers ist.

Übrigens: Mit einem professionellen Liftmanagement kann die Betreiberhaftung deutlich reduziert werden. Für viele Kunden der Hundt Consult ist dies eines der wichtigsten Argumente für unsere Dienstleistung. Durch fristgerechte ZÜS-Prüfungen und regelmäßige Wartung der Aufzüge können Sicherheitsrisiken rechtzeitig erkannt und behoben werden. Bei unserer Liftmanagement-Beratung orientieren wir uns immer an den aktuellen Vorschriften und Verordnungen, die der Betrieb von Gebäudefördertechnik erfordert. Dadurch wird im Fall eines Schadens die Haftung für den Betreiber reduziert.